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#09 Genre-Trailer: COMEDY

Nachdem unsere Tränen vom Drama-Trailer nun hoffentlich getrocknet sind sollten wir die Salzrinnen auf unseren Backen gleich wieder befeuchten! Diesmal allerdings mit Tränen vor lauter Lachen! Hier die Bauanleitung für einen LoL-Trailer und wie man am Ende sogar einen rofl daraus macht!

Eines gleich vorweg – beim Comedy Trailer darf mit Soundeffekten und Musikschnitt nicht gegeizt werden! Denn er lebt ausschließlich davon! Ziel des Comedy-Trailers ist es, den Zuschauer von einem Schenkelklopfer zum nächsten zu führen. Zwischen den Jokes wird ein bisschen Story erzählt aber dies nur schlicht und nur so viel wie absolut nötig – denn man sollte schnell beim nächsten Lacher landen. „Oh der ist ja mal richtig lustig! Muss ich sehen!“

Hier die erste Dehnübung für eure Lachmuskeln:

Get Hard Official Trailer #1

Comedy-Trailer-Grundzutaten

1: Schlüssig erzählte Story mithilfe von Gags.
2: Exzessiver Einsatz von jump cuts, Montagen, Genre-Typischen Soundeffekten
3: Der berühmte MUSIC-STOP (der ist in diesem Genre derart wichtig das wir darauf noch penibler eingehen!)
4: Timing und Übertreibung MAKE IT BIG! Und unter Umständen macht es sogar lustiger als der Film selbst! Dafür werdet ihr zwar im Zweifel gehasst werden aber hey – ein gelöstes Ticket ist ein gelöstes Ticket.

3 wichtige Regeln (ihr könnt sie gern missachten – dann wird aber aus schallendem Lachen ganz schnell ein müdes Lächeln.)

1: Erzählt die maximal lustigste Geschichte…

…wenn es der Film nicht wirklich hergibt, werdet kreativ und lasst euch was einfallen!

2: Packt so viele Gags rein wie möglich…

…zur Not müsst ihr lustige Szenen bauen die so womöglich gar nicht existieren. Alles ist erlaubt, wenn es am Ende ein Lacher ist! Und wenn ihr wirklich lustige Szenen aus dem Film benutzt – macht sie noch lustiger und übertreibt wo es nur geht!

3: Malen nach Zahlen

Die Gags sind eure Eck- und Fokuspunkte, ihr benutzt die Story lediglich um diese auf kürzestem Weg schlüssig miteinander zu verbinden. Niemand brauch die schlichte Story einer Komödie groß erklärt! Konzentriert euch auf die Lacher! Wenn es sich um eine Komödie mit Tiefgang handelt ist das wunderbar! Aber langweilt einen damit bitte nicht im Trailer. Wenn ich Tiefgang will schau ich ein Drama – hier ist man um Spaß zu haben.

22 Jump Street Trailer

Das Trailer Puzzle

Die Ausgangsfrage die man sich stellen muss ist, wie bekommt man die Geschichte so erzählt, dass man möglichst viele witzige Gags zeigen kann?
Hinweis: Am besten, man arbeitet sich von Hinten nach Vorne durch!

Macht euch erstmal eine Liste der witzigsten Gags und Szenen aus dem Film.
Dann werdet euch klar über die absolute Kernstory des Films – die Synopse – wenn man so möchte. Mehr als das müsst ihr im Trailer inhaltlich nämlich gar nicht erzählen – keep it simple!
Wenn ihr jetzt die Story-Plotpoints benutzt um von Gag zu Gag zu kommen dürftet ihr ziemlich schnell ein gutes Grundgerüst gebaut haben. Wichtig an dieser Stelle: Ausprobieren. Rumspielen und umstellen. Schaut in welcher Reihenfolge die Dinge am lustigsten sind. Hier muss man experimentierfreudig sein und sich Zeit gönnen.

Hangover Part III Trailer

Comedy Trickkiste

Wie schon erwähnt und wie ihr in den Beispielen eventuell auch schon selbst rausgehört habt, lebt dieses Genre maßgeblich von Soundeffekten und Schnitttechnischen Stilmitteln hier mal eine Auflistung der Gängigsten Dinge die man hierfür zur Hand haben sollte:

-Picture Pushes (Wipe-Transitions) kombiniert mit Swishes und Swooshes
-Jump Cuts & Blenden (Fades)
-Cymbal Sounds/Riser (eignen sich gut um auf einen Music-Stop hinzuarbeiten)
-MUSIC-STOPS
– Punch Sounds (hier muss man intuitiv durchhören, es gibt „ernste“ Punch Sounds und welche die etwas mehr nach Slap-Stick klingen, das Sub-Genre eurer Komödie wird darüber entscheiden, was angemessen ist!)
-Der DJ-Slowdown und Vinyl-Scratch! – Vorsicht ist etwas abgegriffen aber mit Klischees kann man auch spielen!
-Dings (Die Rezeptionsklingel!)
Situative Sounds (Gongs, Harfen, Chöre, Glisses, usw.)
-Lustige „menschliche“ Töne. Ich überlass es eurer Fantasie.

All diese Sounds unterstreichen den Humor und sind dem Genre seit jeher derart zu eigen, dass ihre Bedeutung beim Zuschauer inzwischen verinnerlicht und „gelernt“ ist. Wenn man sie hört erwartet man automatisch einen Gag und weiß – Ah das ist eine Komödie!

Damit auch mal bewiesen ist, dass man nicht immer nur nach einer Blaupause schneiden muss hier der Trailer zu Good Boys, der nochmal einen eigens für den Trailer inszenierten Gag vorangestellt hat. (Man muss eben Kreativ sein, denn wie gesagt alles ist erlaubt!-Achtet mal auf den letzten Joke, der Anfänger schreit eventuell „Anschlussfehler“, der erfahrene Yoda-Editor denkt sich „You still have much to learn, Padawan.“)

Good Boys Trailer

6 Werkzeuge für lustige Schnitte

1: Musik

Wie schon einmal erwähnt ist Musik das Rückgrat eines jeden Trailers, weshalb man auch oft damit beginnt das Soundbed zu schneiden und damit die einzelnen Akte und Stimmungen zu skizzieren. Für Comedy ist Musik mehr als nur emotionale Manipulation, sie ist der Schlüssel zum Erfolg! Denn insbesondere in diesem Genre definiert sie zu über 90% den Stil des Trailers, ebenso das Timing für die Gags und die Schlagzahl des Schnitts – also den Pace. Mit ihr steht und fällt der Trailer. Comedy klingt auch nicht immer gleich. Eine Dramedy klingt anders als die Rom-Com oder die Action-Comedy.
Die besonderen Momente des Trailer müssen besonders gepolished sein! Sprich die Beats und Akzente müssen stimmen. Hierfür orientiert man sich an den Up und Downbeats aus der Musik. Nur dadurch entsteht am Ende ein Rhythmus mit dem der Zuschauer mitgeht und der befriedigt und obendrein Spaß macht. Man kann mit der Musik das sogenannte Micky-Mousing betreiben, oder sie als Konterpart einsetzen und mit ihr konterkarieren. Zu Deutsch – einmal unterstreicht die Mukke das was im Bild passiert und einmal sagt sie das Gegenteil aus – ironisch, sarkastisch.

2: MUSIC-STOPs*

Stellt einen Gag oder einen Moment maximal in den Vordergrund. Der Music-Stop ist wie das Spotlight auf einer Bühne.

3: Soundeffekte

Achtet hier darauf, dass ihr die passenden Effekte, je nach Stil und Art der euch vorliegenden Komödie auswählt. Ein Schlag kann todernst klingen, oder lächerlich. Der Sound einer Peitsche zu einer Backpfeife wäre so eine Metapher an der Stelle.
Eine Dramedy hat zudem eher sanftere Soundeffekte (wie ein Drama), eine Action-Komödie kracht dafür schon etwas lauter, ähnlich wie ein Action-Trailer.

4: Reaction-Shots

Kommen wir zur Bildebene! Das stärkste Mittel welches ihr bildlich bei der Komödie benutzen könnt sind Reaction-Shots. Jemand sagt was lustiges, und ein anderer schaut doof und lacht dann evtl. selbst laut los. DAS ist die direkte Einladung und Aufforderung an euer Publikum JETZT auch zu lachen. Es ist die „Applaus“ Leuchttafel, wenn man so möchte. Dieses Mittel setzt ein Highlight und den Fokus auf einen guten Gag. Dem ganzen zugrunde liegt zudem ein kleiner psychologischer Effekt. Wir schauen uns im Alltag oft ebenfalls unbewusst bei anderen ab, wie wir auf etwas reagieren sollen. Der Blick in die Runde bei einem Meeting zum Beispiel – wie reagieren die anderen – und kopier ich das oder nicht. Gleiches gilt hier – sieht man jemanden lachen, lacht man mit. Das Sprichwort „Lachen steckt an.“ kommt wohl nicht von ungefähr.

5: Jump Cuts & Fades

Da wir heut zutage keine Charly Chaplin Slapstick Komödien mehr anschauen, sondern viele Gags heut zu tage durch verbalen Schlagabtausch entstehen muss man Szenen oft mit Hilfe von Jump Cuts „raffen“ und stark kürzen. Hierfür sind Jump Cuts ein gängiges Mittel.
Oder man benutzt sie um einen Bewegungsablauf im Takt der Musik zu halten, das erhöht den Pace und macht es zudem „punchy“. Fades to black oder white erhöhen den Style und können den Impact mancher Szenen erhöhen.

6: Montagen

Das Ziel der Montage im Comedy-Trailer ist ein maximales Spaß-Feuerwerk! Sie soll nichts weiter außer Spaß machen. Lacher vor Logik! Wir sehen unsere Hauptfiguren in bester Laune und in den verrücktesten Situationen. Man erzählt hier keine großen Witze mehr oder viel Story. Man zeigt wie immer visuelle Bandbreite, darf kreuz und quer durch den Film springen und gibt dem Zuschauer ein Versprechen auf eine mega gute Zeit im Kino. Man erweckt nochmal überdeutlich den Eindruck, dass der Film noch witziger ist als es der Trailer überhaupt fassen kann.

Sie können prinzipiell überall im Trailer platziert werden, meistens jedoch in Akt II oder klassisch als Akt III.

Hier ein lustiger Trailer, der allerdings alle Stilmittel sehr exessiv einsetzt und wirklich aus allen Rohren feuert. (Deshalb machen Kinderthemen auch so viel Bock!!) Nachdem Trailer wisst ihr jedenfalls definitiv was ein Music-Stop ist!

Kung Fu Panda 3 Official Trailer 3

*Please do Stop the Music!

Na! Wie viele Music-Stops waren im Kung Fu Trailer gerade zu hören? 3…2…1… Antwort: Sieben!

Hier ein kleiner Einschub zu diesem unfassbar wichtigen und starken Hilfsmittel:

Der Music-Stop ist ein abruptes Ende in der Musik und zwar eins dass gewollt klingt! Es ist nicht einfach irgendwie abgeschnitten, sondern sauber nach einem Downbeat in der Musik und Handwerklich wird dieser Schnitt so veredelt dass er nach einem harmonischen Stop klingt. Dadurch lenkt ihr die Aufmerksamkeit auf den darauffolgenden Dialog, Punchline des Gags oder Moment.

3 kleine Tricks

Man muss die Musik nicht immer gleich ganz stoppen. Man kann auch erstmal einen Upcut machen und zu einem kleineren „ruhigeren“ teil der Musik schneiden und erst später und somit zeitlich verzögert stoppen. Dadurch kann man die Wirkung eines Gags nochmal in eine ganz neue Richtung bringen oder nochmal eine Schippe in der Übertreibung drauflegen. Unbedingt auch etwas herumspielen wo das perfekte Timing ist für den Stop, das kann maßgeblich entscheiden ob ein Gag zündet oder verpufft.

Manchmal muss es aber klingen wie ein ungewollter riss in der Musik! Etwa weil etwas unerwartetes passiert ist. Dann muss man absichtlich sauber etwas unsauber schneiden, und einen absichtlich nicht harmonischen Ausstieg bauen. Eben zum Beispiel unterstrichen durch den DJ-Slowdown.

Man sollte den Music-Stop zudem nach Möglichkeit immer noch veredeln durch passende Soundeffekte um sowohl auf den sich dadurch ankündigenden Stop hinzuarbeiten, diesen noch eindrucksvoller zu gestallten und letzten Endes auch smooth wieder in die Musik einsteigen zu können.

Se Germans and se Trähler

Abschließend habe ich euch noch ein wunderschönes Beispiel aus deutschem Hause. Der Trailer zu Känguru-Chroniken. Hier sieht man wie man sich selbst auf die Schippe nehmen kann, nebenbei einen kleinen Seitenhieb auf schwache Trailer, sowie auf die ewigen „alles Lustige war schon im Trailer“ – Nörgler macht und Cheat-Lines (Voice-Over) der Figuren kreativ einsetzt:

Die Känguru-Chroniken Trailer

Damit hätten wir jetzt 2 von 4 Genres bereits gelernt. Zur Halbzeit möchte ich mit euch mal wieder einen kleinen Trailer-Deconstruct durchführen und zwar Anhand einer meiner Lieblingstrailer. ACHTUNG! Es wird Spoiler geben und für maximalen Spaß für diesen Deconstruct empfehle ich euch zunächst den Film selbst anzusehen OHNE!! euch vorab einen Trailer davon anzusehen – ungespoilert! Einfach mal ins blaue den Film ohne Background-Info ansehen bitte… JETZT.

BETTER WATCH OUT – aktuell auf Netflix (Stand: 04.03.2020)

Hui! Was ein Ritt nicht wahr! Willkommen zurück und weiter im Text.

Trailer-Deconstruct: Better Watch Out Trailer 1 (2017)

Wichtig zu wissen – es gibt mehrere Trailer zu diesem Film und auch mehrere Red-Band (Hardcore) Trailer. Diese Version hier ist jedoch in meinen Augen das Non-Plus Ultra. Ich werde ab jetzt massiv los spoilern, wenn ihr also gerade cheated und den Film nicht angesehen habt, dann KEHRET UM IHR NARREN UND TUT WIE ES EUCH HAT GEHEISEN!

Mir ist es so ergangen, dass ich ebenfalls völlig unbedarft den Film durch Zufall gesehen hatte – ohne vorab Info völlig blind rein – sollte man eigentlich wieder öfter machen! Erst danach hatte ich mir den Trailer angesehen und fand das Storytelling des Trailers unfassbar genial gemacht. Als ich witzige Trailer für diesen Beitrag recherchiert habe fiel er mir wieder ein und ich sehe gleich den ersten Kommentar auf Youtube, der den gleichen Gedanken äußert wie ich damals als ich ihn das erste mal gesehen hatte:

„Just letting you guys know, the movie is totally different from the trailer. Whoever made the trailer is a genius for making it look like it has a total different storyline.“ – Kommentar auf Youtube

Geht mal in euch und fragt euch, wie würdet ihr den Film den ihr hoffentlich gerade gesehen habt trailern? Welche Geschichte würdet ihr erzählen, und wie würdet ihr sie erzählen? Wie wärs mit einem „Home Alone – Kevin Allein Zuhaus“ Ansatz? Here we go:

Better Watch Out Trailer 1

So die Geschichte des Trailers in a nutshell:

Zwei pubertierende Jungs erwarten Besuch eines schönen Mädchen in Form ihres Babysitters. Sie wird scheinbar über ihr Handy belästigt und begeht einen schwerwiegenden Fehler – sie würgt den Anrufer ab.
Dieser ist eine große Bedrohung von außen und versucht ins Haus einzudringen, hat aber nicht die Rechnung mit den beiden Kevin’s gemacht und bekommt ordentlich eins auf die Mütze inklusive Farbeimer Homage! Kurz: Wir bekommen hier wohl einen wilden Genre Mix, der ultra witzig und grotesk sein könnte und im Grunde wie „Home Alone – Kevin Allein Zuhaus“ ist, nur blutiger und gruseliger. End of story.

Wie wird nun die Geschichte erzählt und wie wird der Film positioniert: Hier die Struktur des Trailers (Achtung ich habe ihn nicht geschnitten, sondern lediglich für euch die Struktur visuell nachgebaut!)

Trailer-Struktur – Better Watch Out Trailer 1

Akt I

Hat eine Länge von ca. 29 Sekunden und setzt sich aus 3 Segmenten zusammen.
Als erstes bekommen wir kurz die friedliche Nachbarschaft gezeigt und bekommen ein Gefühl dafür wo wir uns befinden. Die Musik ist fröhlich und weihnachtlich. Zwei Jungs unterhalten sich über ihren Love-Interest.

1. Story-Card – This Holiday Season
©Well Go USA Entertainment


Als nächstes wird uns die Babysitterin vorgestellt und nebenbei wird unsere Hauptfigur verniedlicht.

2. Story Card – You may be HOME
©Well Go USA Entertainment

Im dritten Segment wird die Bedrohung von außen in Form eines ungeliebten Anrufers etabliert. Gleichzeitig wird auf tonaler Ebene die Stimmung gewechselt. Ein Soundeffekt sticht dabei durch eine leichte Verzerrung besonders hervor. Es wirkt gruselig aber irgendwie auch „komisch“ skurril. Ebenso verrät uns das Grafikdesign jetzt dass es blutig wird. Title Card 2 und 3 unterstreichen zusammen nochmal die Anlehnung an „Home Alone – Kevin Allein Zuhaus“!

3. Story Card – But you’re not ALONE
©Well Go USA Entertainment

Bis hier hin, ist der Stil des Trailers, der einer schönen Weihnachtskomödie.

Akt II

Der zweite Akt hat eine Laufzeit von ca. 1 Minute. Die ersten 30 Sekunden des zweiten Aktes – also bis zum Midpoint des Trailers – haben nun einen radikal anderen Trailer-Stil. Nämlich einen Suspence/Horror-Trailer. Es gibt keine Musik mehr, lediglich harte Soundeffekte und unheimliche Bassdrones. Viele Fades to black und Anlehnungen an Jumpscares werden hier benutzt um die Bedrohung und den Eindringling im Haus zu etablieren. Es wird klar erzählt dass unsere Hauptfigur bereit ist das Mädchen um jeden Preis zu beschützen. Es wird auf einen Klimax zum Midpoint hingearbeitet um dort dann den Stil wieder zu brechen! Ab der Mitte ändert sich die Tonalität hin zur Komödie untermalt mit einer rockigen Version des Weihnachtsklassikeres „Deck the Halls“. Es werden kurz die Festival Erfolge des Films gezeigt:

Im zweiten Akt gibt es keine Story-Cards mehr, dafür Kritiker Stimmen und positionierende Statements, mit Hinweis auf den Genre-Mix des Films und Klebeband…jede Menge Klebeband!

Der zweite Akt arbeitet nun auf den absoluten Höhepunkt mit der krassesten Szene hin, welche zugleich eine Homage an „Home Alone – Kevin Allein Zuhaus“ ist – der Farbeimer. Die Musik ist hier GRANDIOS und maßgeblich für den Witz! „Falalalala la la laaaaaaaaaaa“ (in der Timeline orange markiert!) Und gleich danach endet der zweite Akt mit der finalen Positionierung:

Positionierung – „Home Alone meets The Stranges“
©Well Go USA Entertainment

Akt III

Joa nachdem es jetzt ordentlich gerumst hat, ist Akt III mit seinen ca. 30 Sekunden die klassische Schluss-Montage mit schönen Akzenten und perfekt gepolishten Rhythmus.
Zwischen dem Filmtitel und dem abschließen Billboard gibt es noch einen kleinen Button, der auch einen kleinen Hinweis enthält und nochmal unsere Hauptfigur featured. Hierzu das erste Bild welches wir im Trailer von unserer Hauptfigur in Akt I gesehen haben:

Der erste Eindruck der Hauptfigur im Trailer – Welch freundlich Gesicht… (Shot ist in der Timeline rot markiert!)
©Well Go USA Entertainment

Und hier die Bildfolge unserer Protagonisten aus dem Trailer-Button am Ende:

Da scheint jemand ziemlich erledigt zu sein.
©Well Go USA Entertainment
Babysitter verängstigt und gefesselt.
©Well Go USA Entertainment
Der letzte Eindruck der Hauptfigur im Trailer – Welch freundlich Gesicht…last man standing (Shot ist in der Timeline rot markiert!)
©Well Go USA Entertainment

Wir die den Film bereits kennen wissen ja was wirklich los ist und was der Twist des Films ist. Den Zuschauer im Trailer durch die aggressive Positionierung auf „Home Alone – Kevin Allein Zuhaus“ auf eine falsche Fährte zu locken und eine Halbwahrheit zu erzählen ist ziemlich Advanced und sehr geschickt gemacht. Trailer-Handwerk at its very best.

Der Vollständigkeit halber lasst uns doch noch zum Ausklang den original „Home Alone“ Trailer geniesen:

Home Alone Trailer 1990

Und weil das alles Jahrzehnte her ist, wie trailert man Home Alone zum Re-Release 25 Jahre später?

Home Alone 25th Anniversary Trailer

Man beachte das grafische Design der Schlusstafeln…

In diesem Sinne! Ich hoffe ihr hattet Spaß mit diesem MEGA-Beitrag inklusive Analyse und bis bald zum nächsten Genre Nummer 3 von 4.

Danke fürs Mitlesen!
Euer Marco

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